Ein Manu für alles

Manuel steht immer parat, wenn Not am Mann oder der Frau ist. Damit ist er nicht allein: Rund 300 Helfer:innen sorgen dafür, dass der Jugendkirchentag an diesem Wochenende reibungslos über die Bühne geht.
Der 24-jährige aus Polch bei Koblenz ist von Beruf Mechatroniker und repariert in seinem Alltag Waschmaschinen. Auf dem Jugendkirchentag hingegen kommt ihm nun die Rolle des mobilen Ordnungsdienstes (MOD) zu. „Ich kann als MOD nie sagen, was mich für eine Aufgabe als nächstes erwartet. Ich bin das Mädchen für alles, mal hier und mal da, wo immer es brennt“, erzählt er uns, als wir ihn auf einem weitläufigen Campingplatz abpassen. Dort baut Manuel gerade mit einem Team das letzte Zelt auf, bevor die ersten Besucher:innen des Jugendkirchentages am Nachmittag ihr Nachtlager beziehen.

Zusammenhalt und gemeinsame Abenteuer

Aus der kleinen Lautsprecherbox dröhnt währenddessen Africa von TOTO – perfekte Festivalstimmung also. Jugendkirchentag bedeutet für Manuel: „Dabei sein, nette Leute kennenlernen, Freund:innen wiedertreffen und den Jugendlichen eine schöne Zeit ermöglichen.“ Selbst in der prallen Mittagssonne ist er Dank seines markanten Huts immer auf Abruf. Denn er weiß nie, was ihn erwartet: „Beim letzten Jugendkirchentag in Weilburg dachten wir abends, wir haben jetzt Feierabend. Wir hatten uns schon gemütlich zusammengesetzt, als doch noch ein Anruf kam. Der Aufzug in der Stadthalle hat versagt, da waren noch einmal alle Kräfte gefragt, um die Technik nach unten zu bringen. Wir haben innerhalb von einer Minute unsere Getränke leer gehabt und sind zum Einsatzort getigert.“

Genau diesen Zusammenhalt – egal zu welcher Uhrzeit – schätzt Manuel am meisten an seinem Ehrenamt. Vor mehreren Jahren hatte ihn sein Schwager erstmals auf den Kirchentag in Berlin mitgenommen. Seitdem kommt er immer wieder gerne zum Helfen. Bevor Manuel zu seinem nächsten Einsatz hetzt, ruft er uns noch zu, dass er sich wünscht, beim nächsten Jugendkirchentag wieder neue Gesichter im Kreis der Helfer:innen kennenzulernen. Auf seinen Einsatz könne der JKT in jedem Fall wieder zählen!
Text & Bild: Annika Schwarze
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